Morgens steif, beim Treppensteigen zieht es, nach dem Spaziergang ist das Knie dick: Kniearthrose – auf der Verordnung steht oft Gonarthrose – ist eine der häufigsten Ursachen für Knieschmerzen ab der Lebensmitte. Viele hören dann den Satz „Da ist der Knorpel abgenutzt“ – und haben das Gefühl, dass nur noch Schonen oder irgendwann eine Prothese bleibt. Dabei ist gezieltes Training laut Leitlinien die wichtigste Grundlage der Behandlung. Bei backandbones. in der Würzburger Innenstadt zeigen wir dir, wie das für dich aussehen kann.

Internationale Leitlinien sind sich einig: Übungstherapie, Aufklärung und – bei Übergewicht – eine Gewichtsabnahme sind die Grundlage der Behandlung von Kniearthrose, unabhängig vom Alter und vom Röntgenbild. Studien zeigen, dass gezieltes Training Schmerzen und Funktion ähnlich stark verbessern kann wie Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR oder Paracetamol – bei deutlich günstigerem Nebenwirkungsprofil. Im Durchschnitt sind die Effekte eher klein; wer stärkere Beschwerden hat, profitiert tendenziell am meisten.
Wichtig zu wissen: Das Röntgenbild sagt wenig darüber, wie stark dein Knie schmerzt oder was es leisten kann. Viele Menschen mit deutlichen Veränderungen im Bild sind gut belastbar – und umgekehrt. Ab etwa 45 Jahren lässt sich eine Kniearthrose bei typischen Beschwerden meist ohne Bildgebung erkennen.
Spritzen oder Schmerzmittel können in Phasen mit starken Beschwerden kurzfristig helfen; das entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt. Die Grundlage, die langfristig trägt, ist eine aktive Therapie.
Wo und wann tut es weh? Wie weit kannst du gehen, wie gut klappen Treppen, Aufstehen, Hocken? Wir messen Beweglichkeit und Kraft und fragen, was du wieder können willst.
Wir erklären dir, was Arthrose ist – und was nicht. Daraus leiten wir ab, wie viel Belastung dein Knie gerade gut verträgt und wie du sie im Alltag verteilst.
Herzstück ist ein Training für Oberschenkel, Hüfte und Wade, schrittweise gesteigert. Hochintensiv muss es nach aktueller Studienlage nicht sein – entscheidend ist, dass du regelmäßig dranbleibst und die Belastung langsam steigerst. Manuelle Techniken setzen wir ein, wenn das Knie gerade steif oder gereizt ist.
Ziel ist ein Programm, das du ohne uns weiterführen kannst – zu Hause, im Studio oder bei Rad, Walking oder Schwimmen. Regelmäßige Bewegung im Alltag ist bei Arthrose genauso wichtig wie das gezielte Training.
Viele Trainingsprogramme in Studien laufen über acht bis zwölf Wochen. Wie es bei dir verläuft, hängt von deiner Ausgangslage ab – ein bestimmtes Ergebnis nach einer bestimmten Zeit können wir dir nicht zusagen. Gesteigert wird deshalb nicht nach Plan, sondern nach Reaktion: Leichte Beschwerden beim Üben sind in Ordnung, solange sie bis zum nächsten Tag wieder auf dein normales Niveau zurückgehen. Ist das Knie am nächsten Tag deutlich schlechter, passen wir die Dosis an – mehr nicht.
Das gilt auch für den Blick auf eine mögliche Operation: In dänischen Registerdaten wurden Menschen, die sich durch ein Trainings- und Aufklärungsprogramm deutlich verbessert hatten, in den folgenden zwei Jahren seltener operiert. Ob ein solches Programm Operationen verhindert, ist damit nicht bewiesen. Leitlinien empfehlen aber, aktive Therapie vor einer Operation auszuschöpfen.
Wenn das Knie plötzlich stark anschwillt, heiß und rot wird oder du dazu Fieber bekommst, wenn es blockiert, wenn du nach einem Sturz nicht mehr auftreten kannst, wenn Wade oder Unterschenkel schmerzhaft anschwellen oder du nachts und in Ruhe zunehmend Schmerzen hast, sollte es zuerst ärztlich abgeklärt werden.
Für die Behandlung über die gesetzliche Krankenkasse brauchst du eine ärztliche Verordnung; für das Training ist Krankengymnastik oder Krankengymnastik am Gerät (KGG) sinnvoll. Auch private Versicherungen erstatten in der Regel nur mit Verordnung. Den Ersttermin kannst du direkt online buchen.
Laut Leitlinien ist aktive Physiotherapie mit Übungen die Basis der Behandlung. Studien zeigen im Schnitt eher kleine Verbesserungen bei Schmerz und Funktion; wer stärkere Beschwerden hat, profitiert tendenziell am meisten. Was bei dir realistisch ist, besprechen wir im Befund.
Angepasste Belastung schadet dem Knorpel nach aktueller Studienlage nicht – der Knorpel wird über die Gelenkflüssigkeit versorgt und braucht dafür Bewegung. Wichtig ist die Dosis, nicht das Vermeiden.
Nein. Menschen mit Kniearthrose profitieren in Studien unabhängig vom Alter von Training. Wir passen Übungen und Gewichte an dich an.
Bei Übergewicht empfehlen Leitlinien eine Gewichtsabnahme: Jedes Kilo zählt, und eine Abnahme von etwa zehn Prozent hilft in Studien mehr als fünf Prozent.
Kniearthrose und keine Lust mehr auf „Schonen“? Buch dir deinen Ersttermin – in der Juliuspromenade 7, 2. Stock mit Aufzug. Alle Kassen, privat und Selbstzahler.
Mehr zu Knieschmerzen →Knie-TEP →Krankengymnastik am Gerät →Blog – Was du über Arthrose wissen musst →
Hinweis: Diese Seite informiert allgemein über Physiotherapie bei Kniearthrose. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnose und ist keine individuelle Behandlungsempfehlung – was für dein Knie passt, klären wir gemeinsam im Befund.
Quellen (Auswahl): NICE-Leitlinie NG226, 2022 · Bannuru et al., Osteoarthritis Cartilage 2019 (OARSI) · Holden et al., Lancet Rheumatol 2023 · Weng et al., Br J Sports Med 2023 · Messier et al., JAMA 2021 · Ackerman et al., Arthritis Care Res 2024
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Juliuspromenade 7
97070 Würzburg
info@backandbones.de
+49 931 45 46 01 51
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