Die einen spüren es nach ein paar Kilometern außen am Knie, die anderen beim Absprung oder nach dem Volleyballtraining direkt unterhalb der Kniescheibe: Läuferknie und Springerknie sind typische Überlastungsbeschwerden bei aktiven Menschen. Beide werden in aller Regel ohne Operation behandelt – nicht mit kompletter Pause, sondern mit der richtigen Belastung. Bei backandbones. in der Würzburger Innenstadt begleiten wir dich Schritt für Schritt auf dem Weg zurück in deinen Sport.

Was dahintersteckt: Beim Läuferknie schmerzt die Außenseite des Knies, meist nach einer bestimmten Strecke und besonders bergab. Lange hieß es, ein Sehnenstreifen reibe über den Knochen. Heute geht man eher davon aus, dass das gut durchblutete Fettgewebe unter dem Tractus bei wiederholter Beugung um etwa 30 Grad zusammengedrückt und gereizt wird.
Was laut Studienlage hilft: Im Vordergrund steht die Belastungssteuerung – Umfang und Tempo vorübergehend anpassen, Bergabläufe reduzieren, dann schrittweise wieder steigern. Dazu kommt Krafttraining für Hüfte und Bein; das ist der am häufigsten untersuchte Baustein, die Studien sind allerdings klein. Eine etwas höhere Schrittfrequenz kann die Belastung verringern. Den Tractus selbst kann man durch Dehnen oder Faszienrollen kaum dauerhaft verlängern – das Rollen kann sich trotzdem angenehm anfühlen, ist aber nicht der Schlüssel.
Was dahintersteckt: Beim Springerknie schmerzt die Patellasehne direkt unterhalb der Kniescheibe – typisch bei Sprung- und Sprintsportarten wie Volleyball, Basketball, Handball oder Fußball. Auch wenn oft von einer Patellasehnenentzündung die Rede ist: Fachlich handelt es sich um eine Tendinopathie – weniger um eine Entzündung als um eine Sehne, die mit der Belastung nicht Schritt hält.
Was laut Studienlage hilft: Sehnen brauchen Belastung, um belastbarer zu werden. Studien zeigen, dass ein stufenweise aufgebautes Sehnentraining – vom ruhigen Halten über langsame, schwere Kraftübungen bis zu Sprüngen – Schmerzen und Funktion verbessert. Reine Pause lindert oft nur vorübergehend – ohne Aufbau kehren die Beschwerden beim Springen häufig zurück. In einer kleinen Studie linderten Kortisonspritzen kurzfristig gut, nach einem halben Jahr schnitt Krafttraining jedoch besser ab.
Wo genau tut es weh, bei welcher Belastung, seit wann? Wir testen Kraft, Sprung- und Landeverhalten und schauen uns bei Bedarf dein Laufen an.
Wir legen fest, wie viel Training gerade drin ist und was du vorübergehend ersetzt – zum Beispiel Rad statt Bergläufe.
In unserem Aktivraum bauen wir Hüfte, Oberschenkel und Wade gezielt auf; beim Springerknie mit einem Sehnenprogramm in klaren Stufen.
Lauf- und Sprungumfänge steigen wieder, wenn dein Knie die aktuelle Stufe verträgt.
Wie lange es dauert, ist sehr unterschiedlich und hängt vor allem davon ab, wie lange die Beschwerden schon bestehen – eine feste Dauer können wir dir nicht nennen. Gerade Sehnen brauchen Zeit: In einer Studie mit überwiegend langjährigen Beschwerden war nach einem halben Jahr Training weniger als die Hälfte wieder voll im Sport.
Bei uns bestimmt aber nicht die Woche den nächsten Schritt, sondern dein Knie. Leichte Beschwerden beim Training sind in Ordnung, solange sie bis zum nächsten Tag wieder abklingen. Die nächste Stufe – mehr Kilometer, schnellere Läufe, höhere Sprünge – kommt, wenn du die aktuelle ohne Schmerzanstieg schaffst.
Wenn das Knie anschwillt, blockiert oder wegknickt, wenn du nach einem Sturz oder Schlag Schmerzen hast, wenn die Beschwerden auch in Ruhe und nachts zunehmen, oder wenn beim Springen plötzlich ein Schmerz mit Kraftverlust einschießt, sollte das zuerst ärztlich abgeklärt werden.
Für die Behandlung über die gesetzliche Krankenkasse brauchst du eine ärztliche Verordnung (Heilmittelverordnung). Auch private Versicherungen erstatten in der Regel nur mit Verordnung – frag im Zweifel bei deiner Versicherung nach. Den Ersttermin kannst du direkt online buchen.
Meist nicht. Ziel ist, die Belastung so zu dosieren, dass du weiter trainieren kannst, während dein Knie belastbarer wird.
Manche empfinden sie als angenehm, vor allem beim Springerknie. Sie können ergänzen, ersetzen aber das Training nicht.
Ja. Läufer:innen, Ballsportler:innen und Athlet:innen begleiten wir bis zurück in Training und Wettkampf – das ist ein Schwerpunkt unserer Sportphysiotherapie.
Knie beim Laufen oder Springen? Buch dir deinen Ersttermin – in der Juliuspromenade 7, mitten in Würzburg. Alle Kassen, privat und Selbstzahler.
Mehr zu Knieschmerzen →Schmerzen an der Kniescheibe →Sportphysiotherapie →Blog – Jumper's Knee →
Hinweis: Diese Seite informiert allgemein über Physiotherapie bei Läufer- und Springerknie. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnose und ist keine individuelle Behandlungsempfehlung – was für dein Knie passt, klären wir gemeinsam im Befund.
Quellen (Auswahl): Fairclough et al., J Anat 2006 · Sanchez-Alvarado et al., Front Sports Act Living 2024 · Breda et al., Br J Sports Med 2021 · Kongsgaard et al., Scand J Med Sci Sports 2009 · Heiderscheit et al., Med Sci Sports Exerc 2011
backandbones.
Juliuspromenade 7
97070 Würzburg
info@backandbones.de
+49 931 45 46 01 51
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